Aktuelles

Gesundheitskompetenz in Deutschland unzureichend

Eine aktuelle Studie zur Gesundheitskompetenz in Deutschland zeigt: 54,3 Prozent der Deutschen verfügen über eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz. Mehr als die Hälfte der Deutschen sieht sich somit vor erhebliche Schwierigkeiten gestellt, wenn es darum geht, mit gesundheitsrelevanten Informationen umzugehen, um gesundheitliche Belastungen und Krankheiten zu bewältigen, sich im Alltag stellende Herausforderungen der Gesundheitserhaltung anzugehen und dazu erforderliche Entscheidungen zu treffen.

Die Studie macht insbesondere auf soziale Ungleichheiten zwischen Bevölkerungsgruppen aufmerksam. Vor allem Menschen mit Migrationshintergrund, mit geringem Bildungsniveau, niedrigem Sozialstatus, chronischer Krankheit und in höherem Alter weisen eine vergleichsweise eingeschränkte Gesundheitskompetenz auf. Die Ergebnisse der Studie der Universität Bielefeld unterstreichen, wie wichtig die Förderung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland ist und dazu eine  gesamtgesellschaftliche Strategie gefordert ist.

pdfStudie: Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland

pdfFaktenblatt zur Gesundheitskompetenz in Deutschland

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615925 web R K B by twinlili pixelio.deGKV-Leitfaden Prävention ist aktualisiert

Mit dem GKV-Leitfaden Prävention legt der GKV-Spitzenverband in Zusammenarbeit mit den Verbänden der Krankenkassen auf Bundesebene die inhaltlichen Handlungsfelder und qualitativen Kriterien für die Leistungen der Krankenkassen in der Primärprävention und betrieblichen Gesundheitsförderung fest, die für die Leistungserbringung vor Ort verbindlich gelten.

Der Leitfaden bildet die Grundlage, um die Versicherten zu unterstützen, Krankheitsrisiken möglichst frühzeitig vorzubeugen und ihre gesundheitlichen Potenziale und Ressourcen zu stärken. Maßnahmen, die nicht den in diesem Leitfaden dargestellten Handlungsfeldern entsprechen, dürfen von den Krankenkassen nicht durchgeführt oder gefördert werden.

Aktualisiert wurde Anfang 2017 u.a. das Kapitel 5 „Leistungen zur individuellen verhaltensbezogenen Prävention nach § 20 Abs. 4 Nr. 1 SGB V.

Weitere Informationen auf der Internetseite des GKV-Spitzenverbandes

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Dorfentwickler/in für kommunale Gesundheit und Demografie

Qualifizierung in drei Modulen

Kommunen stehen vor großen Herausforderungen – besonders in den Bereichen Demografie, Gesundheit, Altersarmut und Migration müssen Entscheidungen getroffen und Veränderungsprozesse angestoßen werden. Im Lehrgang „Dorfentwickler für Gesundheit und Demografie“ werden Zusammenhänge verdeutlicht und Grundlagenwissen vermittelt – als Grundlage für ein zielgerichtetes Handeln in der Kommune.

Unstrittig ist, dass die Herausforderungen der Zukunft zu visionären Veränderungsprozessen führen müssen. Diese Veränderungen sind nicht von heute auf morgen umzusetzen. Sie gründen vielmehr auf Entwicklungsprozessen, in denen Schritt für Schritt Erfahrungen und Wissen gesammelt und das Ziel und der Weg des Öfteren korrigiert werden muss.

Die Kommunal-Akademie Rheinland-Pfalz bietet in Kooperation mit dem Berufsverband der Präventologen , der St. Leonhards-Akademie Grabenstätt und der IKK Südwest eine Qualifizierung in drei Modulen an, die am 31. März 2017 in Irrel/Südeifel beginnt.

Weitere Informationen

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Erster Ehren-Präventologe ernannt

Bernd Gard 270Der Ortsbürgermeister von Mannebach (Rheinland-Pfalz), Bernd Gard, ist erster Präventologe h.c. Der Beauftragte für Demografie und Gesundheit der Verbandsgemeinde Saarburg erhielt die Auszeichnung des Berufsverbandes der Präventologen für seine Verdienste in der kommunalen Gesundheitsförderung. Darüber berichtete auch die regionale Tageszeitung der "Trierer Volksfreund".

Bernd Gard erhielt die Ehrennadel des Berufsverbandes von Vorstandsmitglied Dorothée Remmler-Bellen, die der Zeitung gegenüber erklärte: "Durch seine Arbeit wird die Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung gestärkt. Er trägt die salutogene Haltung in die Kommunen." Man orientiere sich an Potenzialen und Ressourcen der Kommunen, um die Dörfer besser aufzustellen und die Lebensqualität der Bürger zu verbessern.

zum vollständigen Artikel des "Trierer Volksfreundes" v. 18.01. 2017 _____________________________________________________________________

Flüchtlinge werden Gesundheitslotsen

Elf syrische Flüchtlinge sind in einem viermonatigen Pilotprojekt in Berlin zu „Gesundheitslotsen für die psychiatrische Versorgung“ qualifiziert worden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen mit dieser Qualifikation nun die dringend benötigte muttersprachliche Lotsenfunktion für Geflüchtete übernehmen. Sie sind in der Lage, psychosoziale Belastungen früh zu erkennen, können über Hilfen informieren und vermitteln Beratung.
 
„Wir freuen uns, dass bereits die ersten Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Weiterbildung eine feste Arbeitsstelle übernehmen konnten, weitere in Bewerbungsverfahren sind und auch die restlichen Teilnehmenden sehr gute Chancen haben, bald ihre neu erworbenen Kenntnisse anzuwenden“, so Prof. Dr. Petra Mund von der Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin.
 
Das Pilotprojekt Weiterbildung zum „Gesundheitslotsen psychiatrische Versorgung Geflüchteter“ entstand auf Initiative von KommRumm e.V. und wurde in Kooperation mit dem Referat Weiterbildung der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin durchgeführt. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin hat das Projekt gefördert.
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