Ganzheitliches Rückentraining kümmert sich nicht nur um Muskelaufbau und Funktionales Training, sondern auch um den Stress, der im Körper gespeichert ist./ Präventologin Martina Rudolph schreibt über dieses Thema in unserer Jubiläums-Reihe "25 Jahre - 25 Impulse"
„Der Rücken als Spiegel der Seele"
Wissen in Kürze
Stress hinterlässt Spuren im Körper. In unserem Alltag können wir Stress nicht vermeiden; wir müssen lernen, mit ihm umzugehen. Im Tierreich ist die Stressbalance oft unmittelbarer: Eine Gazelle, die dem Löwen entronnen ist, schüttelt sich und hat danach den Löwen vergessen. Wir Menschen hingegen tragen Gedanken an Stressauslöser lange mit uns herum, oft bis in den Schlaf hinein. Anspannungen im Körper können dadurch nicht abgebaut werden. Wenn wir uns nicht darum kümmern, entstehen chronische Verspannungen. Diese führen zu muskulären Ungleichgewichten, beeinflussen unsere Haltung und können so unterschiedliche Formen von Rückenbeschwerden begünstigen. Auch wenn wir fleißig Bauch und Rücken trainieren, reicht das oft nicht aus, die Beschwerden wieder loszuwerden.
Der präventologische Perspektivwechsel
Ganzheitliches Rückentraining kümmert sich nicht nur um Muskelaufbau und Funktionales Training, sondern auch um den Stress, der im Körper gespeichert ist. Es beinhaltet Körperübungen, die Blockaden lösen können. Denken Sie dabei an die Gazelle und ihr natürliches Stressmanagement. Aus der Qigong-Tradition und ihrer jahrtausendealten Erfahrung mit gesundheitsfördernden Übungen wissen wir, wie wertvoll Schüttelübungen sein können, sie bauen Stresshormone ab, lockern Muskeln, Gelenke und Faszien. Müdigkeit kann verschwinden, die Stimmung hellt sich auf, und die Lebensgeister werden geweckt.
Der Alltagstipp
Qigong-Schütteln für 3 bis 10 Minuten: Stellen Sie sich schulterbreit hin, lassen Sie die Knie locker und atmen Sie ruhig in den Bauch. Erzeugen Sie aus den Knien ein leichtes Federn und lassen Sie diese Bewegung durch den Körper ziehen. Werden Sie dabei immer lockerer, bis das Schütteln den ganzen Körper erfasst. Der Schlüssel liegt darin, die Kontrolle über die Bewegung in den Hintergrund treten zu lassen und den Körper einfach machen zu lassen. Am Ende lassen Sie das Schütteln langsam ausklingen, bis nur noch sanfte Vibrationen durch den Körper ziehen – ein wunderbar lebendiges Gefühl.
Alternativ: Richtig Dampf ablassen mit ausgelassenem und wildem Tanzen. Wenn die Musik passt, ist es leichter, die Kontrolle abzugeben und sich das eine oder andere von der Seele zu tanzen.
Dieser Impuls wurde von unserer Präventologin Martina Rudolph verfasst.

Ort: Berlin
Schwerpunkt: Klang & Bewegung
Website: https://klangund bewegung.de
Mitglied im Berufsverband der Präventologen
25 Jahre - 25 Impulse
In diesem Jahr feiert der Berufsverband der Präventologen sein 25-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass haben wir eine besondere Themenreihe gestartet.
In "25 Jahre - 25 Impulse" geben unsere Mitglieder kleine Anstöße für Gesundheitsbewusstsein und Prävention im Alltag - und zeigen damit die große Vielfalt und Kompetenz unserer lebendigen Community.
Am 19. September laden wir zu einem Online-Jubiläums-Kongress ein - für Präventologinnen und Präventologen, Mitglieder, Partner und Freunde.

