Unser Nervensystem kennt zwei Modi: Anspannung und Entspannung. Entspannung bleibt in einer Welt der Dauerverfügbarkeit oft auf der Strecke. Viele wissen gar nicht, wie sie ihr Nervensystem regulieren können. / Präventologin Doreen Mende schreibt dazu in unserer Jubiläums-Reihe "25 Jahre - 25 Impulse"
"Was wäre, wenn weniger Druck mehr Leben bedeutet?"
Wissen in Kürze
Unser Nervensystem kennt zwei Modi: Anspannung und Entspannung. Gerade die Entspannung bleibt in einer Welt der Dauerverfügbarkeit oft auf der Strecke. Viele wissen gar nicht, wie sie ihr Nervensystem wirkungsvoll regulieren können. Chronischer Stress hält den Körper dauerhaft im Alarmmodus: Der Sympathikus feuert, Cortisol und Adrenalin fluten den Organismus, Herzschlag und Muskelspannung steigen. Das kostet Energie und macht auf Dauer krank. Was viele nicht wissen: Stressenergie, die nicht abgebaut wird, bleibt im Körper gespeichert. Muskeln bleiben angespannt, das Nervensystem ist in Bereitschaft, der Kopf dreht weiter, auch wenn längst Feierabend ist. Leichtigkeit ist ein Weg raus und ein ernstzunehmender Gesundheitsfaktor. Nicht als schlichte Pause, sondern als aktive Regulation. Mental durch bewusstes Loslassen und gedankliche Neuausrichtung, körperlich durch Bewegung. Beides entlädt gespeicherte Stressenergie und bringt das Nervensystem zurück in Balance.
Der präventologische Perspektivwechsel
Wir fragen uns oft: „Wie schaffe ich alles?“ - dabei ist die gesündere Frage: „Was darf ich loslassen?“ Präventologisch betrachtet geht es bei Leichtigkeit nicht darum, Probleme zu ignorieren. Es geht darum, den inneren Blick zu weiten und sich bewusst für Ressourcen zu entscheiden. Leichtigkeit ist eine Haltung. Sie entsteht, wenn wir aufhören, es schwerer zu machen als es ist. Wer lernt, sich selbst mit weniger Druck und mehr Wohlwollen zu begegnen, gewinnt nicht nur Lebensqualität, er stärkt aktiv seine Gesundheit.
Der Alltagstipp
Mitten im Stress: Drück innerlich die Pause-Taste. Steh kurz auf, schüttle Hände und Arme für 30 Sekunden kräftig aus. Dann nimm drei tiefe Atemzüge. Frag dich bewusst: „Was kann ich loslassen?“, „Was verursacht gerade zu viel Druck?“. Spüre tiefes Mitgefühl für dich. Der Fokus in Richtung Ressource verändert die innere Haltung spürbar. Körper und Kopf zusammen, das ist aktive Leichtigkeit.
Dieser Impuls wurde von unserer Präventologin Doreen Mende verfasst.

Leipzig, Sachsen
Ihre Schwerpunkte: Mentale Gesundheit, Selbstführung, Betriebliches Gesundheitsmanagement
Ihre Website: www.doreenmende.de
Mitglied im Berufsverband der Präventologen:
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25 Jahre - 25 Impulse
In diesem Jahr feiert der Berufsverband der Präventologen sein 25-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass haben wir eine besondere Themenreihe gestartet.
In "25 Jahre - 25 Impulse" geben unsere Mitglieder kleine Anstöße für Gesundheitsbewusstsein und Prävention im Alltag - und zeigen damit die große Vielfalt und Kompetenz unserer lebendigen Community.
Am 19. September laden wir zu einem Online-Jubiläums-Kongress ein - für Präventologinnen und Präventologen, Mitglieder, Partner und Freunde.

