Die Wechseljahre sind deutlich mehr als eine hormonelle Umstellungsphase – sie können auch als bedeutende Lebensübergangszeit wahrgenommen werden und einen Wendepunkt zur Selbstfürsorge bedeuten. Die Präventologin Birgut Bertram schreibt dazu in unserer Jubiläums-Reihe "25 Jahre - 25 Impulse"
„Eine Einladung, liebevoll für DICH zu sorgen“
Wissen in Kürze
Die Wechseljahre sind deutlich mehr als eine hormonelle Umstellungsphase – sie können auch als bedeutende Lebensübergangszeit wahrgenommen werden. Viele Frauen erleben in dieser Phase körperliche Veränderungen, Stimmungsschwankungen und Energieverlust. Doch genau darin liegt auch die Chance zur bewussten Rückkehr zu den eigenen Bedürfnissen. Oft rückt im Laufe des Lebens das Funktionieren für andere in den Vordergrund. Die Wechseljahre laden dazu ein, innezuhalten und neu zu fragen: Was tut mir wirklich gut? Was brauche ich, um gesund, kraftvoll und im Gleichgewicht zu bleiben?
Diese Lebensphase kann ein Wendepunkt sein, um Selbstfürsorge neu zu lernen und konsequent in den Alltag zu integrieren. Wer beginnt, auf Körpersignale zu hören und frühzeitig präventiv zu handeln, gewinnt nicht nur mehr Wohlbefinden, sondern auch innere Freiheit. Denn mit jedem bewussten „Ja“ zu sich selbst wächst die Fähigkeit, Grenzen klarer zu setzen und das eigene Leben selbstbestimmter zu gestalten. So werden die Wechseljahre zu einer Einladung, die eigene Gesundheit aktiv zu stärken und mehr Lebensqualität zu gewinnen.
Der präventologische Perspektivwechsel
Aus der Perspektive der Präventologie stellen die Wechseljahre keinen Mangel oder Defizit dar, sondern einen natürlichen biologischen Wendepunkt mit vielfältigen Gestaltungsoptionen. Früh auftretende Symptome sind wertvolle Signale des Körpers, die zur bewussten Selbstregulation, zur Reduktion von Stress sowie zu einer ausgewogenen Ernährung und gezielten Bewegung einladen. Ziel ist es, die eigenen Ressourcen zu stärken und die Gesundheit proaktiv zu fördern, statt nur Beschwerden zu behandeln – so entsteht mehr Balance, Wohlbefinden und Selbstbestimmung im weiteren Lebensverlauf.
Der Alltagstipp
Mini-Ritual bei Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren:
- Atem bewusst lenken: 4 Sekunden einatmen, 6 Sekunden ausatmen, 3–5 Mal wiederholen.
- Körper aktivieren: Schultern kreisen, Arme strecken und 1–2 Minuten auf der Stelle gehen – fördert die Durchblutung und Endorphinausschüttung.
- Kurz in sich gehen und wahrnehmen – welches Bedürfnis habe ich gerade.
Effekt: Sofortige Beruhigung des Nervensystems, Reduktion von Stresshormonen, Stimmung stabilisiert sich spürbar. Stärken der Wahrnehmung der eigenen Wünsche.
Dieser Impuls wurde von unserer Präventologin Birgit Bertram verfasst.

Reinheim, Odenwald
Ihr Schwerpunkt: Prävention in der Frauengesundheit
Ihre Website: www.frauenarzt-reinheim.de
Mitglied im Berufsverband der Präventologen: https://www.praeventologe.de/mitglieder-deutschland/hessen/bertram-birgit?highlight=WyJiaXJnaXQiXQ==
25 Jahre - 25 Impulse
In diesem Jahr feiert der Berufsverband der Präventologen sein 25-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass haben wir eine besondere Themenreihe gestartet.
In "25 Jahre - 25 Impulse" geben unsere Mitglieder kleine Anstöße für Gesundheitsbewusstsein und Prävention im Alltag - und zeigen damit die große Vielfalt und Kompetenz unserer lebendigen Community.
Am 19. September laden wir zu einem Online-Jubiläums-Kongress ein - für Präventologinnen und Präventologen, Mitglieder, Partner und Freunde.

