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 Was wäre, wenn weniger Druck mehr Leben bedeutet? Die Präventologin Doreen Mende beschreibt, wie es gelingen kann.

Dies ist ein Beitrag unserer Jubiläums-Themenreihe mit Beiträgen unserer Mitglieder. Der Berufsverband feiert 2026 sein 25-jähriges Bestehen mit 25 Impulsen zu verschiedenen präventologischen Themen..

 

"Was wäre, wenn weniger Druck mehr Leben bedeutet?"


Wissen in Kürze
Unser Nervensystem kennt zwei Modi: Anspannung und Entspannung. Gerade die Entspannung bleibt in einer Welt der Dauerverfügbarkeit oft auf der Strecke. Viele wissen gar nicht, wie sie ihr Nervensystem wirkungsvoll regulieren können. Chronischer Stress hält den Körper dauerhaft im Alarmmodus: Der Sympathikus feuert, Cortisol und Adrenalin fluten den Organismus, Herzschlag und Muskelspannung steigen. Das kostet Energie und macht auf Dauer krank. Was viele nicht wissen: Stressenergie, die nicht abgebaut wird, bleibt im Körper gespeichert. Muskeln bleiben angespannt, das Nervensystem ist in Bereitschaft, der Kopf dreht weiter, auch wenn längst Feierabend ist. Leichtigkeit ist ein Weg raus und ein ernstzunehmender Gesundheitsfaktor. Nicht als schlichte Pause, sondern als aktive Regulation. Mental durch bewusstes Loslassen und gedankliche Neuausrichtung, körperlich durch Bewegung. Beides entlädt gespeicherte Stressenergie und bringt das Nervensystem zurück in Balance.

Der präventologische Perspektivwechsel
Wir fragen uns oft: „Wie schaffe ich alles?“ - dabei ist die gesündere Frage: „Was darf ich loslassen?“ Präventologisch betrachtet geht es bei Leichtigkeit nicht darum, Probleme zu ignorieren. Es geht darum, den inneren Blick zu weiten und sich bewusst für Ressourcen zu entscheiden. Leichtigkeit ist eine Haltung. Sie entsteht, wenn wir aufhören, es schwerer zu machen als es ist. Wer lernt, sich selbst mit weniger Druck und mehr Wohlwollen zu begegnen, gewinnt nicht nur Lebensqualität, er stärkt aktiv seine Gesundheit.

Der Alltagstipp
Mitten im Stress: Drück innerlich die Pause-Taste. Steh kurz auf, schüttle Hände und Arme für 30 Sekunden kräftig aus. Dann nimm drei tiefe Atemzüge. Frag dich bewusst: „Was kann ich loslassen?“, „Was verursacht gerade zu viel Druck?“. Spüre tiefes Mitgefühl für dich. Der Fokus in Richtung Ressource verändert die innere Haltung spürbar. Körper und Kopf zusammen, das ist aktive Leichtigkeit. 

Dieser Impuls wurde von unserer Präventologin Doreen Mende verfasst.

Mende

Leipzig, Sachsen

Ihre Schwerpunkte: Mentale Gesundheit, Selbstführung, Betriebliches Gesundheitsmanagement

Ihre Website: www.doreenmende.de 

Mitglied im Berufsverband der Präventologen: Doreen Mende


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