Im Auftrag der Krankenkasse DAK wurde für das Präventionsradar 2024/2025 eine Untersuchung unter 26.500 Schulkindern der Klassen 5 bis 10 durchgeführt. Das Ergebnis zeigt, dass lediglich ein kleiner Teil der Kinder über ausreichend Wissen, Motivation und Fähigkeiten verfügt, um Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen und zu nutzen. Eine geringe Gesundheitskompetenz führt oft auch dazu, dass Bildung weniger gelingt.
Als Reaktion auf diese Ergebnisse fordert DAK-Chef Andreas Storm eine deutliche Förderung der Gesundheitskompetenz junger Menschen durch ein Schulfach Gesundheit.
"Es ist gut und längst überfällig, dass das Thema Gesundheitskompetenzbildung in Schulen jetzt in Politik und Gesundheitswesen nun in den Fokus gerät", kommentiert Dorothée Remmler-Bellen, Vorstandsvorsitzende des Berufsverbandes der Präventologen, "aus Sicht des Berufsverbandes kann ein Schulfach Gesundheit zwar hilfreich sein, aber zum Einen dauert es viele Jahre und meist Jahrzehnte bis ein neues Schulfach deutschlandweit eingeführt werden kann, da im Bereich Bildung Föderalismus gilt und jedes Bundesland selbst entscheidet und zum Anderen ist Gesundheit ein Querschnittsthema, das nicht nur in einem Fach in ein oder zwei Wochenstunden abgehandelt werden kann. Sinnvoller ist der Einsatz von Schulpräventologinnen und Schulpräventologen oder Schulgesundheitsfachkräften. Der Berufsverband qulifiziert bereits seit knapp 15 Jahren Schulpräventologen und Fachkräfte für Gesundheitskompetenzbildung. Wir sind bereit, Politik und Gesundhgeitswesen bei der Entwicklung von Gesundheitskompetenz von Kindern zu unterstützen."

